Alarmübung der Gemeindefeuerwehr Ostercappeln, Verkehrsunfall mit beteiligtem Bus

04.09.2019 – Venne
c_196_147_16777215_00_images_news_2019_2019_09_04_uebung_gemeindefeuerwehr_bild-015.jpgIn jedem Jahr führt die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Ostercappeln mit den vier Ortswehren eine gemeinsame Alarmübung durch. Das Szenario in diesem Jahr sah vor, dass ein Pkw auf der Hunteburger Straße in Richtung Venne fahrend in einer Kurve die Kontrolle verloren hatte und gegen eine Wand gefahren war. Der Fahrer des in anderer Richtung fahrenden Busses wollte einen Zusammenstoß verhindern und verriss das Lenkrad. Der Bus kam in Schräglage im Seitenraum zum Stillstand. Die Türen des Busses waren zudem blockiert und ließen sich nicht mehr öffnen. Als Vorlage nahm sich ein kleines Team der Feuerwehr Venne einen Unfall auf der A1 bei Bramsche. Neben der Gemeindefeuerwehr Ostercappeln war auch das DRK aus Ostercappeln in die Übung eingebunden.

 


Unterstützung durch das Reiseunternehmen Winkelmann und die Firma Stickelbroeck


Die Übung wurde erst durch die Unterstützung des Unternehmens Winkelmann und der Firma Stickelbroeck möglich. Das Reiseunternehmen Winkelmann hatte einen ausrangierten Bus der Feuerwehr zum Üben gespendet. Für die Feuerwehr bietet sich so eine seltene Möglichkeit, an einem noch gut erhaltenen Bus die technische Rettung zu üben.

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Dank der Firma Stickelbroeck konnte das Übungsszenario erst aufgebaut werden, sie stellte ein Pkw bereit und schleppte den auf dem Firmengelände gelagerten Bus an die Böschung. Regelmäßig stellt die Firma der Feuerwehr Unfallfahrzeuge und das Gelände für realistische Übungen zur Verfügung und bot auch in diesem Fall ihre Hilfe an.


Beide Unternehmen unterstützen seit vielen Jahren die Arbeit der Feuerwehr, wofür wir uns an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken möchten!


Das Einsatzszenario wurde in zwei Abschnitte unterteilt


Aufgrund der Lage wurde das Szenario in zwei Abschnitte/ Bereiche unterteilt.

  1. In dem verunfallten Pkw war die Fahrerin im Bein- und Fußbereich eingeklemmt und musste patientenschonend befreit werden.
  2. In dem Bus waren durch den Unfall fünf Personen eingeschlossen. Die Türen ließen sich nicht mehr öffnen. Durch das Bremsmanöver hatte eine Person ihre Hand bzw. den Arm im Griff eines Sitzes eingeklemmt.

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Befreiung der Pkw-Fahrerin


Die ersteintreffende Feuerwehr Venne begann nach der Erkundung direkt mit der Befreiung der am schwersten verletzten Pkw-Fahrerin. Den Personen im Bus ging es den Umständen entsprechend gut, den Erstkontakt konnte man über ein kleines Seitenfenster beim Busfahrer herstellen.

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Nachdem der Pkw unterbaut und die Scheiben entfernt waren, wurde das Dach des Pkws von den Feuerwehrleuten abgenommen. Die Einklemmung im Beinbereich konnte durch das Abklappen des Vorderwagens mittels hydraulischen Stempelns aufgehoben werden. Die Betreuung und Versorgung der Fahrerin übernahmen derweil das DRK. Nach circa 35 Minuten war die Person befreit.

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Befreiung der im Bus eingeschlossenen Personen


Aufwändiger gestaltete sich die Befreiung der im Bus eingeschlossenen Personen. Bevor der Bus betreten werden konnte und ein weiteres Umkippen ausgeschlossen werden konnte, musste das tonnenschwere Fahrzeug stabilisierte werden. Dazu wurde durch die Feuerwehr Schwagstorf das Abstützsystem „Paratech“ eingesetzt. Parallel bereiteten die Feuerwehren Ostercappeln und Hitzhausen einen Zugang über ein doppeltverglastes Seitenfenster vor. Hierbei kam eine Rettungsplattform zum Einsatz. Über diesen Zugang konnten dann die Rettungskräfte in den Bus vorgehen, um die eingeschlossenen Personen zu erreichen und deren Befreiung vorzubereiten.

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Als die Scheibe komplett entfernt war, konnten vier Personen schnell befreit werden. Die fünfte am Sitz eingeklemmte Person (Puppe) musste mittels einer Säge vorsichtig aus einem Griff herausgeschnitten werden. Die Verschraubungen des Griffes waren durch den Unfall beschädigt und konnten nicht mehr gelöst werden. Die Versorgung der Personen aus dem Bus übernahm ebenfalls das DRK.

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Übungsende


Nach knapp einer Stunde konnte die Übung abgeschlossen werden und der Ablauf in einer großen Runde besprochen werden. Auch einige Vertreter der Gemeinde sowie des Fachbereiches „Ordnung und Soziales“ hatten die Arbeit der Feuerwehr beobachten und gaben ein zufriedenstellendes Fazit. Alle gestellten Aufgaben konnten erfolgreich abgearbeitet werden. Dabei fiel den Beobachtern insbesondere das ruhige und zielstrebige Vorgehen der Einsatzkräfte auf.

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Eine abschließende und verdiente Stärkung mit Getränken und gegrillter Bratwurst gab es nach den Aufräumarbeiten auf dem anliegenden Gelände der Firma Stickelbroeck.