Feuerwehr Venne

Gemeinde Ostercappeln

Technische Hilfe, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

28.12.2021 - Venne
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Am Dienstag wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Schwagstorf um 7.21 Uhr mit dem Stichwort "Verkehrsunfall - Person klemmt" zum Lutterdamm alarmiert. Auf der Anfahrt kamen wir an einer weiteren Unfallstelle vorbei, wo ein Pkw am Ortsausgang im Graben lag. Nach kurzer Rücksprache mit der Leistelle fuhr unser Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle vorbei. Das nachfolgende zweite Einsatzfahrzeug hielt an, um abzuklären, ob zusätzliche Hilfe benötigt wird.
 
Nach Eintreffen an der Einsatzstelle "Lutterdamm" ergab die erste Erkundung, dass das Unfallfahrzeug auf der Fahrerseite im Seitengraben und mit der Windschutzscheibe vor einem Baum lag. Das Fahrzeug lehnte mit dem Vorderwagen am Baum, was das weitere Kippen verhinderte. Gefährlich war die Situation der Fahrerin. Sie lag durch das Seitenfenster gedreht und herausgerutscht mit dem Oberkörper unter dem Fahrzeug. Sie war eingeklemmt und wurde durch den Rettungsdienst betreut.
 
Sofort sperrten wir die Straße und begannen mit Steckleitern und Stufenklötzen die Fahrzeugposition zu stabilisieren, um ein weiteres Kippen und Einklemmen der Fahrerin zu verhindern. Danach entfernten wir die Windschutzscheibe, um den Zugang für den Rettungsdienst zu verbessern. Parallel dazu wurde mit dem Rettungsdienst das weitere Vorgehen abgesprochen, um die Fahrerin patientenschonend aus der Zwangslage zu befreien.
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Ergebnis:
Das Unfallfahrzeug soll kontrolliert und ohne ruckhafte Bewegungen langsam zurückgekippt werden, bis erkennbar ist, ob die Fahrerin durch die Seitenscheibe aus dem Fahrzeug gerettet werden kann. Dazu bereiteten wir den Einsatz unseres Mehrzweckzuges (Greifzug) und die Feuerwehr Schwagstorf ihr Abstützsystem vor. Mit beiden Systemen gelang es das Unfallfahrzeug so weit zurück zu kippen, dass die Fahrerin aus der Zwangslage befreit werden konnte.
 
Mit einem Rettungswagen wurde die Fahrerin ins Krankenhaus gebracht, ein zwischenzeitlich eingetroffener Rettungshubschrauber brauchte nicht zum Einsatz kommen.
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Um 9.20 Uhr konnten wir die Vollsperrung aufheben und die Einsatzstelle verlassen. Um 9.45 Uhr war der Einsatz dann für uns beendet.
 
Anzumerken bleibt noch, dass der Greifzug in 2016 aus Mitteln der Fördernden Mitglieder beschafft werden konnte. Eine Investition die sich jetzt ausgezahlt hat.